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Annäherung bei Bilanzbetrugs-Regeln Bericht in der FAZ vom 11.10.2002, Seite 13
Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC ist
offenbar bereit, Europa im Streit um die Vorschriften gegen den Bilanzbetrug entgegenzukommen. Das wurde nach einem Gespräch zwischen dem Chef der amerikanischen Börsenaufsicht, SEC, Harvey Pitt, und
EU Binnenmarktkommissar Frits Botkestein am Donnerstag in Brüssel deutlich. Pitt sagte, um der heftigen Kritik aus Europa am sogenannten Sarbanes-Oxley-Gesetz entgegenzukommen, sei seine Behörde bereit, den
europäischen Unternehmen keine weitere Prüfung Ihrer Wirtschaftskontrolleure zu unterwerfen. Die Investoren in Amerika müssten sich allerdings darauf verlassen können, dass sich die Unternehmen an dei verschärften
EU-Regeln zur Buchführung und Wirtschaftsprüfung hielten. Die EU plant, bis zum Jahr 2005 einheitliche Prüfungsstandards aufzustellen. Die SEC werde intelligente und kreative Lösungen finden, um
die Sorgen Europas zu zerstreuen.
"Niemand solle doppelt geprüft werden", sagte Pitt.
Amerika könne den EU-Unternehmen mit Ausnahmeregelungen und der gegenseitigen Anerkennung von
Wirtschaftsprüfungen entgegenkommen - doch nicht so weit, daß amerikanische Unternehmen Ihren Sitz in die EU verlegten, um sich der strengen Aufsicht in Ihrem Heimatland zu entziehen.
Um den 'Dialog' mit der EU zu verstärken, werde die SEC eine ständige Vertretung in Brüssel errichten.
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